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Gute Süße, schlechte Süße

Herkömmlicher Zucker hat schon lange ein schlechtes Image. Mit dem Griff zu Zucker-Alternativen glauben viele, ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun. Doch sind sie tatsächlich die bessere Wahl?

Zuviel Zucker fördert Übergewicht. Ein zu hoher Verzehr erhöht zudem das Risiko, an Diabetes Typ 2 oder Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erkranken. Aus diesen Gründen steigen viele Menschen auf Zucker-Alternativen um. Damit tut man sich allerdings nicht immer etwas Gutes.

  • Rohrohrzucker/brauner Zucker
    Weißer Haushaltszucker wird aus der Zuckerrübe gewonnen. Sein brauner Verwandter wird entweder nicht so stark raffiniert oder nachträglich mit Sirup gefärbt. Vollrohrzucker ist der pure, getrocknete Saft des Zuckerrohrs. Was Kaloriengehalt und Kariesrisiko betrifft, stehen braune Zucker ihrem weißen Verwandten in nichts nach.
  • Honig
    Ein Naturprodukt, das Enzyme und Aromen enthält und zu etwa 75 Prozent aus Zucker besteht. Honig hat in etwa so viele Kalorien wie Haushaltszucker. Er wirkt wie Zucker kariesfördernd. In dieser Hinsicht ist er sogar noch schädlicher, weil er durch seine klebrige Beschaffenheit länger an den Zähnen haftet
  • Fruchtzucker/Fructose
    Fructose ist Fruchtzucker und natürlicherweise in Obst und Gemüse enthalten. Isolierter Fruchtzucker findet außerdem in vielen Fertigprodukten Verwendung
    Untersuchungen lassen vermuten, dass eine zu hohe Fruchtzuckeraufnahme eine Insulinresistenz fördern kann. Zudem bekommen einige Menschen Verdauungsprobleme beim Verzehr von Fruchtzucker.
  • Dicksaft ist ein stark konzentrierter dickflüssiger Fruchtsaft – meist gewonnen aus Äpfeln oder Birnen. Je nach Obstsorte kann er sehr hohe Mengen an Zucker enthalten. Beispiel: Agavendicksaft. Er besteht circa zu 80 % aus Zucker.
  • Xylit
    Der Zuckeraustauschstoff Xylitol kommt in Pflanzen vor und gilt als unbedenklich. Xylit enthält bei gleicher Süßkraft wie Haushaltszucker nur etwa 60 Prozent der Kalorien. Im Übermaß wirkt Xylit blähend und abführend.
  • Stevia hat eine deutlich höhere Süßkraft als konventioneller Haushaltszucker und ist dadurch schwer zu dosieren. Das Süßkraut beeinflusst den Insulinstoffwechsel nicht und hat keine Kalorien. Die Produkte im Handel bestehen aus isolierten chemischen Verbindungen der Pflanze.
  • Süßstoffe
    Aspartam, Saccharin, Cyclamat und Co. – als kalorienfreie Alternative zum Haushaltzucker werden die natürlich oder künstlich hergestellten Verbindungen vielfach Getränken und Fertignahrungsmitteln zugesetzt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung schreibt: „Süßstoffe können im Rahmen von Gewichtsreduktionsprogrammen sinnvolle Hilfsmittel zur Reduktion der Energieaufnahme darstellen.“

Lesen Sie zum Thema auch unseren Beitrag „So lernen Sie, Süßem zu widerstehen“.

© iStock_000038945782 magone