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Light? Informiert im Supermarkt.

Fettarm, fettfrei, light, kalorienarm. Was die Bezeichnungen wirklich bedeuten.

Ob Käse, Joghurt oder Getränke: Das Angebot an Light-Produkten ist riesig. Jeder vierte Einkäufer greift regelmäßig zu den vermeintlich kalorienarmen Lebensmitteln, zeigt eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Eine EU-Verordnung regelt das Geschäft mit Light-Produkten. Diese legt genau fest, was Angaben, wie „fettarm“, „fettfrei“, “wenig Fett“ oder „kalorienarm“ genau heißen. Abnehmen mit Genus erklärt, was hinter den Begriffen steckt:

Fettarm, fettfrei, ohne Fett
Lebensmittel müssen weniger als 3 g Fett in 100 g, flüssige Lebensmittel sogar weniger als 1,5 g Fett in 100 ml enthalten. „Fettfrei“ bzw. „ohne Fett“ sind Lebensmittel mit höchstens 0,5 g Fett/100 g bzw. 100 ml.

Halbfett
Das steht auf mancher Butter- oder Margarinepackung. Hier stecken statt ca. 80 bis 90 Prozent Fett nur 39 bis 41 Prozent drin. Der Rest ist Wasser. Damit der Aufstrich nicht vom Brot läuft, dürfen Gelatine, Eiweißstoffe oder Dickungsmittel zugesetzt werden.

Leicht oder „light“
Hier muss angegeben sein, was das Produkt  „leicht“ macht. Bei einem verringerten Fett- oder Kaloriengehalt muss die Leicht-Variante mindestens 30 Prozent weniger Fett bzw. Kalorien als ein vergleichbares konventionelles Produkt enthalten.

Kalorienarm, energiereduziert, kalorienreduziert
Ein kalorienarmes Lebensmittel darf nicht mehr als 40 kcal in 100 g enthalten, flüssige Lebensmittel nur 20 kcal in 100 ml. „Energiefrei“ darf sich ein Lebensmittel nennen, wenn es maximal 4 kcal pro 100 Gramm enthält. „Energiereduziert/kalorienreduziert“ ist ein Lebensmittel, wenn der Kaloriengehalt um 30 Prozent verringert ist. Dabei muss der Hersteller angeben, worauf die Verringerung zurückzuführen ist.

Vorsicht vor der Light-Falle
Glaubt man der Werbung, so ist das Abnehmen mit Light-Produkten mühelos und ohne Verzicht möglich. Doch Vorsicht. Wie wir wissen, sind nicht überall, wo "light" oder "leicht" draufsteht auch wirklich weniger Kalorien drin. Beispielsweise kann ein  "Light“-Käse immer noch fettreich sein. Außerdem warnen Psychologen:  Denn wenn wir Light- Produkte zu uns nehmen, glauben wir, wir haben uns etwas Gutes getan. Oft führt das dazu, dass wir an anderer Stelle mehr essen.

Wer also nicht in die "Light"-Falle tappen will, sollte sich gründlich mit dem beschäftigen, was er isst. Von Natur aus kalorienarme Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und fettarmes Fleisch enthalten mehr Vitamine und Mineralstoffe als industriell verarbeitete Light-Produkte. Zudem erhalten die natürlichen Lebensmittel das Gespür fürs Essen. Fetthaltige Lebensmittel lassen sich zudem einfach "leichter" machen. Mayonnaise kann man beispielsweise mit Joghurt strecken, Sahne lässt sich mit Milch verlängern. Fazit: Zwar können Light-Produkte den Einstieg zum Abnehmen erleichtern. Langfristig sind jedoch nur eine bewusste Ernährung mit ausreichend Bewegung wie mit „Abnehmen mit Genuss“ erfolgreich.