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Warum Sport den Hunger stillt

Viele kennen es: Nach dem Workout im Fitnessstudio oder einer Joggingrunde, hat man meist keinen Hunger. Aber woran liegt das eigentlich?

Die Wärme macht’s

Prof. Dr. Ingo Froböse, Sportwissenschaftler an der Deutschen Sporthochschule in Köln, hat eine mögliche Antwort: „Wenn wir uns körperlich anstrengen, besonders bei Ausdauersportarten wie Joggen oder Rad fahren, wird der Stoffwechsel angeregt, der Körper produziert Energie und die Körpertemperatur steigt. Eine aktuelle Studie des Albert Einstein College of Medicine in New York hat gezeigt, dass durch diese Wärme hitzeempfindliche Nervenzellen im Gehirn aktiviert werden könnten und so das Hungergefühl unterdrücken.

Ein Wunder gegen Hunger?

Im Klartext bedeutet das: Je intensiver wir uns bewegen, desto mehr Wärme produziert unser Körper. Im Hypothalamus, einer wichtigen Zentrale im Gehirn – die unter anderem den Appetit steuert – befinden sich laut Studie spezielle Nervenzellen mit hitzeempfindlichen Strukturen. Die Zellen werden deshalb erst bei steigender Körpertemperatur aktiviert und geben ein Signal ab, sodass das Hungergefühl unterdrückt wird. Deshalb konzentriert sich der Körper voll und ganz auf die sportliche Aktivität und hat keine Energie, gleichzeitig Essen zu verdauen.
„Isst man während des Sports aber trotzdem etwas, muss man demnach mit Leistungseinbußen rechnen“, so Froböse.
Erst einige Zeit nach dem Training kommt der Körper langsam wieder zur Ruhe, das Herz-Kreislauf-System entspannt sich, der Stoffwechsel fährt runter und das Hungergefühl setzt langsam wieder ein.


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Warum Sport den Hunger stillt © wdv/Jan Lauer
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